Aktuelles

 

Transformation und Demokratie

Nach Corona endlich wieder zurück zum „business as usual“? Angesichts von Klimawandel und sozialer Spaltung kann das kaum eine Perspektive sein. Stattdessen brauchen wir einen neuen Impuls für eine sozial-ökologische Transformation. Zahlreiche Wissenschaftler*innen haben gefordert, Konjunktur- und Investitionsprogramme sowie die Rettung von Unternehmen für eine umfassende demokratische und nachhaltige Neugestaltung von Wirtschaft und Arbeit zu nutzen.

Anknüpfend an diese Initiativen laden wir Wissenschaftler*innen, Nachhaltigkeits- und Arbeitsweltakteure ein, ins Gespräch zu kommen:

  • Kann die Forderung nach einer Ausweitung von Mitbestimmung im Arbeitsleben und in der Wirtschaftssteuerung Raum für neue Allianzen öffnen?
  • Kann solch eine „neue Wirtschaftsdemokratie“ Bestrebungen für gute Arbeit und ökologische Nachhaltigkeit zusammenführen und gegenseitig verstärken?
  • Was erwarten Nachhaltigkeitsakteure von Gewerkschaften, Betriebs- und Personalräten und umgekehrt?
  • Welche Rolle spielt die Wissenschaft in der sozial-ökologischen Konversion von Wirtschaft und Arbeit?

Lasst uns versuchen diese unterschiedlichen Perspektiven für gemeinsame Antworten zusammenzubringen. Es diskutieren u.a.

  • Prof. Dr. Claudia Kemfert (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung)
  • PD DR. Hans-Jürgen Urban (IG Metall)
  • Prof. Dr. Melanie Jaeger-Erben (TU Berlin)
  • Dr. Marc-Oliver Pahl (Generalsekretär Rat für Nachhaltige Entwicklung)
  • Prof. Dr. Klaus Dörre (Friedrich-Schiller-Universität Jena)
  • Prof. Dr. Cornelia Füllkrug-Weitzel (Rat für Nachhaltige Entwicklung und Brot für die Welt)
  • Dr. Kajsa Borgnäs, (Stiftung Arbeit und Umwelt der IG BCE)

 

Daher bitte vormerken:

Transformation und Demokratie

Nachhaltige Transformation - Gute Arbeit -
Neue Wirtschaftsdemokratie: Wie geht das zusammen?

Tagung am 15. Januar 2021

Veranstalter:
   RENN.mitte – Regionale Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien
   Kooperationsstelle Wissenschaft und Arbeitswelt an der TU Berlin
   Forum Neue Politik der Arbeit

Das Tagungsprogramm finden sie  hier.

Zur Anmeldung besuchen Sie bitte die Website des RENN-Netzwerkes

 

 

Generationenwechsel beim FNPA

Anfang April wurde im Rahmen einer Mitgliederversammlung, die Corona bedingt nur Online stattfinden konnte, ein neuer Vorstand gewählt und somit ein Genrationenwechsel eingeleitet. Dieter Scholz und Frieder Otto Wolf verabschieden sich nach 14 Jahren aus der Vorstandsarbeit, bleiben dem Verein aber weiterhin als Mitglieder erhalten.

Informationen über den neuen Vorstand sowie die Abschiedsworte von Dieter Scholz und Frieder Otto Wolf finden sich in dem Newsletter, der von nun an regelmäßig erscheinen soll.

 

Gute Arbeit - Das Jahrbuch 2019

"Nicht nur im Privaten ist ein ein Geburtstag, ein runder zumal, ein geeigneter Anlass, ein kurze Bilanz zu ziehen. Vor zehn Jahren startete das Projekt eines Jahrbuchs, das unter dem Label Gute Arbeit stand. Aber es ging stes um mehr. Das Jahrbuch war Element eines arbeitspolitischen Projekts, das von ver.di wie von der IG Metall gestartet wurde und seit dem vorangetrieben wird."

In diesem Rahmen der Veröffentlichtlichung dokumentieren wir hieraus mit freundlicher Genehmigung des Bund-Verlages einen Beitrag von Hans-Jürgen Urban mit dem Titel "Gute Arbeit und Demokratie - Zwei Seiten einer arbeitspolitischen Medaille"

 

Eine Webpage für Elmar

"Elmar war kein „Altmarxist“: Dieser Begriff konnte nur einem offenbar besonders ahnungslosem FAZ-Schreiber in den Kopf kommen, der in seiner neoliberalen Verblendung jegliche Beschäftigung mit Marx und mit dem Marxismus schon als solche für „alt“ im Sinne von überholt und erledigt hält. Elmar wusste zwar durchaus auch traditionelle Marxisten wie Eugen Vargas oder Ernest Mandel zu würdigen – den ersteren hat er neu herausgegeben, für die Berufung des letzteren nach Westberlin hat er gegen das von Innenminister Hans-Dietrich Genscher verhängte Einreiseverbot mit gestritten. Aber er war eben auch einer der Wortführer der sorgfältigen Neulektüre von Marx, welche diesen seit den 1960er Jahren – nicht nur in Westberlin und in Westdeutschland, sondern weltweit – aus seiner Vereinnahmung als Parteiideologe durch die (sich immer tiefer spaltende und historisch marginalisierende) „kommunistische Weltbewegung“ befreit und Marx dadurch als radikalen, kritischen Theoretiker wieder virulent gemacht hat. Im Gegensatz zu den Verstrickungen auch noch Ernest Mandels in eine Historisierung der Marxschen Theorie, durch die diese gleichsam ins 19. Jahrhundert eingesperrt und für die gegenwärtigen Formen der Herrschaft der kapitalistischen Produktionsweise im sog. „Spätkapitalismus“ letztlich nicht mehr relevant betrachtet wurde, gehörte Elmar zu denjenigen, welche Marxens unvollendet gebliebene Kritik der politischen Ökonomie auch theoretisch für die Gegenwart ernst nahmen – und sie daher daraufhin abklopften, wie sie weiterzuführen und zu erweitern ist." (Frieder Otto Wolf in: der Freitag vom 07.05.2018)

Am 1. Mai 2018 verstarb unser langjähriges Mitglied und Förderer Elmar Altvater. Zur Erinnerung an Elmar und sein Wirken verweisen wir auf die Website www.elmaraltvater.net.